Gespräche mit einem Unbekannten, eine Talkshow

M: Hallo und schönen guten Abend bei unserer, dank Ihnen allseits beliebten Gesprächsrunde „Gespräche mit einem Unbekannten.“

Auch heute wieder haben wir einen großartigen Gast, mit dem ich einige sehr wichtige, sowohl unterhaltsame als auch politische Themen, HAHA, Scherz muss sein, diskutieren möchte.

Mein Gast, und seien Sie sich sicher, ist außergewöhnlich. Er hat sich bereit erklärt, die Motive einer ausbreitenden politisch-biologischen Richtung zu erläutern.

Sollte seine Sprache unverständlich erscheinen, wie ich annehme, haben wir bei uns einen anerkannten Linguisten der sich, mehr oder weniger, freiwillig zur Verfügung stellt, als Vermittler, als Übersetzer als zu dienen.

Meine Damen und Herren, der allseits beliebte Professor Klaus Ambrosius. Sie kennen Ihn als Autoren solcher Standardwerke wie „Der verführerische Sprachduktus von Vampirfledermäusen“ und „Jaulen – Eine Anleitung für angehende Werwesen.“

<Klatschen>

M: Wen haben Sie uns heute mitgebracht?

A: Mitgebracht? Ich wurde auf meinem Heimweg abgefangen, ein Sedativum wurde injiziert und ich bin erst hier vor wenigen Minuten wieder aufgewacht.

M: Na, das war doch mal eine nette Überraschung, finden Sie nicht auch?

A: Nett? Nett wäre es, wenn ich mir daheim die Spätnachrichten anschauen könnte und nebenbei eine Pizza essen könnte.

M: Humorvoll wie immer. Und, um jetzt endlich auf unseren Hauptgast, unseren „Main Event“ zurückzukommen. Sein Name war „John Jefferson Smith.“, wie man an seinem Namensschild noch lesen kann. Ich bin sicher, er würde heute nicht mehr darauf reagieren. Und da ist er, unser Gast.

Z: aaaaaaaaaaarrrrrrrrhhhhhh grrrrsssssaaaaaa braaaaaiiiiiinnnnsssssss

M: Interessante Begrüßung. Professor Ambrosius, ich darf Sie doch Klaus nennen, oder?

A: Nein.

M: Schön, Klaus. Also was sagt unser Gast?

A: Ich, äh, ich weiß nicht wirklich, was hier gespielt wird.

M: Sie sind doch der Übersetzer von altertümlichen Sprachen, oder?

A: Ich, äh, ja, eigentlich schon, aber das gibt Ihnen nicht das Recht…

Z: brains, brainnnnnssssss

M: Klaus, was sagt unser Gast denn?

A: Ich, äh, also, er hat einen furchtbaren Dialekt.

M: Naja, er ist, nein eher, war einst Abteilungsleiter einer Supermarktkette, drüben in New Orleans. Vielleicht ein gewisser Südstaaten-Akzent, der auffällt?

Z: brains, brains, braiiiiinnnns

A: Was soll denn das? Bin ich hier in einem schlechten Film gelandet? Halten Sie seine Klauen von mir fern.

Z: brains, brains, braaaains, braaaaaaaaaiiiiiiiiiiiiinnnnns

M: Interessant. Also sprechen Sie kein englisch?

A: Doch, schon.

M: Na bitte, da haben Sie es. Unser Gast kommt aus den USA, spricht einen merkwürdigen Dialekt und mehr fällt Ihnen nicht ein als Filmvergleiche?

A: pscht. Halten Sie den Mund. Ich übersetze doch schon. Machen Sie den Mann nicht wütend.

Z: brains? Brains! Braaaainsssss brainsssssbrainsbrains!!!!

A: Das Wesen ist verärgert und fragt, ob es im falschen Film ist.

M: Na, das ist doch mal eine Überraschung. Versteht es uns?

A: anscheinend schon. Es hat vorhin gefragt, ob Sie, weil sie soviel reden, ein großes Gehirn haben.

M: Haha, das ist ja wundervoll. Jaaaaa, mein guter Mann, ich habe ein großes Gehirn. Das erkennt man daran, dass ich eine Brille trage, haha. Und ich sitze nicht in einem Käfig, wie du.

Z: brainsbrainsbraaaaains!!?!

A: Er denkt, dass Sie Angst vor ihm haben, weil Sie sich hinter dem Tisch verstecken, wenn er „brains“ sagt….

Z: brainsbrains braiiiinnnnnnnnnns!

A: …und er denkt, dass er vor kurzem einige Verwandte von Ihnen getroffen hat….

Z: brainsbrains braaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaiiiinnnnnnnnssssssssssssssssssss

A: … und er hat ihre Hirne gegessen.

M: das gibt eine faszinierende Wendung im Sachverhalt und ich gestehe, eine gewisse Aufregung, haha, kommt mir gerade in den Sinn. Nichts desto trotz… hat er noch einige abschließende Worte an unser Publikum da draußen?

Z: brains

A: nein, das übersetze ich nicht.

M: Oha, unser Gast versucht sich im Beschimpfen?

A: Nein. Also nicht wirklich.

Z: brains.

M: Übersetzen Sie doch.

A: Wenn es sein muss. Er teilt auch mit, dass Ihre Kameraleute auch gut geschmeckt haben.

M: Ich suche einmal ganz kurz nach meiner Handfeuerwaffe, na wo ist sie denn, haha

A: Und er sagt, er hebt Sie sich bis zuletzt auf.

Z: brains

A: brains?

Z: brains.

M: Es sieht schlecht aus und wie ich sehe, sinken die Zuschauerzahlen ins Bodenlose. Ich verabschiede mich mit Bilder, die die erfolglose Flucht von Professor Klaus Ambrosius zeigen, der draußen auf die steigende Menge von eher untoten Fans getroffen ist, haha, und sage Ihnen auf Wiedersehen. Das letzte Wort liegt bei unserem Gast, dem es gelungen ist, den Käfig aufzubrechen und der sich auf mich zubewegt, während ich bemerke, dass meine Handfeuerwaffe im Handschuhfach meines Wagens liegt, haha.

Z: brainsbrains braaaaaiiiins

M: ……

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Über lykasscriptorium

getriebener Autor, der Rohtexte veröffentlicht, zumindest in diesem Blog. Bedenke dies, wenn du meine Sachen liest: Sie sind frisch aus dem Kopf auf virtuellem Papier gelandet, ohne großartige Nachbearbeitung. Achja, eine kleine Erweiterung an eben jenem Abend des 01.05.2011 This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Germany License. To view a copy of this license, visit http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ or send a letter to Creative Commons, 444 Castro Street, Suite 900, Mountain View, California, 94041, USA. und nun... weitertanzen

Veröffentlicht am 05/06/2011 in Frisches und mit , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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