als die Welt noch lebte

Ich nehme den Gürtel und das Klackern der Revolver weckt Assoziatinen an Steine, die auf glatten Bergseen aufschlagen und weiterspringen, hell und klar. Die Sonne geht unter, doch ich muss weiter. Die Welt wird dunkel, doch das ist notwendig: im Sonnenlicht würde ich verbrennen. Ich bin kein Vampir oder sowas, die Sonne ist ein Feind geworden, bereits vor Jahren, als wir noch Hoffnungen hatten. Waffen sind nötig, weil dort draußen genug Feinde sind… Tiere, den mutierenden Strahlen des Sonnenlichts ausgesetzt; abgeschwächt durch die mangelnde Reflektionsfähigkeit des Mondes: die Nacht ist ein Freund. Es gibt nicht mehr viele Menschen, hier, auf dem kargen Land. Ich habe einen Preis bezahlt für das Zimmer… der Duft alten Fleisches, das in der Ecke vergammelt, wie lang schon? Monate? Ich persönlich sehe meine Wanderschaft als eine Art metaphysische Abstraktion einer Heldenreise: Herausgerissen aus meinem Leben als, wie kann man es beschreiben, Landschaftsumgestalter, Destruktivkünstler… doch, nun bin ich hier und die wenigen Sonnenstrahlen, die durch Lücken in den mit Brettern vernagelten Fenstern dringen, schmerzen. Erinnerungen kommen hoch, wie jedesmal… Ein Fernseher (laufen die noch? vermutlich nicht!) mit einem großen weissen Tier, einem… Panda?, der durch das selbe Ödland zieht, durch die Wüsten einer Erzählung…  wie hiess dieser Serie noch einmal? Wo wäre ich heute, über 20 Jahre später, ohne die Erziehung? Ohne diese… Inspiration, zu überleben, zu kämpfen, statt aufzugeben unter den Horden der Wesen, die die Nacht bevölkern? WO WÄRE ICH? vermutlich tot oder einer von Ihnen… Hätte es diese Serie nicht gegeben… dann gäbe es diesen Text nicht mehr…

Ich muss weiter: begleitet von dem guten Gefühl, damals etwas großartiges, grandioses, nein EPISCHES erlebt zu haben. Damals… als die Welt noch lebte. Und der Panda uns zeigte, was Überleben bedeutet.

Unterstützt den Panda!
http://www.pozible.com/index.php/archive/index/4813/description/0/0

-> http://mitteilungswahn.de/2012/01/26/panda-wasteland/

(ernsthaft. Unterstützt Kreativität! Und Pandas!)

 

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Über lykasscriptorium

getriebener Autor, der Rohtexte veröffentlicht, zumindest in diesem Blog. Bedenke dies, wenn du meine Sachen liest: Sie sind frisch aus dem Kopf auf virtuellem Papier gelandet, ohne großartige Nachbearbeitung. Achja, eine kleine Erweiterung an eben jenem Abend des 01.05.2011 This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Germany License. To view a copy of this license, visit http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ or send a letter to Creative Commons, 444 Castro Street, Suite 900, Mountain View, California, 94041, USA. und nun... weitertanzen

Veröffentlicht am 06/03/2012 in Augenblicke, Midnight-Stories und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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